Mühlacker, Alte Ziegelei

Entwicklung Ziegelei-Areal zu neuem Wohnquartier

Projektdaten


Auftraggeber: HKPE Hofkammer Projektentwicklung GmbH

Bebauungsplan Ziegelhöhe: ca. 173.100 m² (17,31 ha)
Bebauungsplan Einzelhandel: ca. 17.200 m² (1,72 ha)
Bebauungsplan Baumarkt: ca. 29.700 m² (2,97 ha)

Artenschutzmaßnahmen: 2021 - 2023
Planung und Durchführung Bodenmanagement: 2022 - 2025

Umwelt- und Schadstoffgutachten
Bauleitplanung
Natur- und Artenschutz
Erschließung
Bodenmanagement
Baufeldberäumung

Beschreibung


Das ehemalige Ziegelei-Areal in Mühlacker wurde durch die Hofkammer Projektentwicklung GmbH erworben, um ein neues Wohn- und Gewerbegebiet zu entwickeln. Die vorhandenen Gebäude und Bauwerke wurden rückgebaut und das Areal kampfmittelfrei übergeben.
Das Gebiet lässt sich in drei Plangebiete gliedern: Bebauungsplan "Ziegelhöhe", "Einzelhandel" und "Baumarkt".


Im Zuge der Erschließung wurde ein Erdmassenmanagement durchgeführt, um die Massenbewegungen im Rahmen des Rückbaus, der Erschließung und des Lärmschutzes zu minimieren. Im südlichen Bereich (ehemaliges Fabrikgelände) sollen neben Baumarkt und Bürohochhaus neue Grünflächen entstehen. Im Zentrum, Westen und Nordwesten wird Wohnbebauung entwickelt. Aufgrund der bestehenden Höhenunterschiede war eine Massenumlagerung aus dem westlichen und nordwestlichen Teil in den südlichen Bereich geplant. Das Aushubmaterial wurde entsprechend seiner abfalltechnischen Einstufung wiederverwertet, Priorität hatte der Wiedereinbau auf dem Gelände.

Ziele des Bodenmanagements sind:

  • Neugestaltung der Oberflächenmorphologie
  • Verwertung von Bodenaushub und RC-Materialien innerhalb des Plangebiets, keine Materialabfuhr
  • Erfüllung nutzungsbezogener Qualitätsanforderungen durch Umlagerung
  • Beseitigung von Bodenverunreinigungen im Wohngebiet

Anhand von Bohrungen und Schürfen wurden umfangreiche abfallrechtliche und bodenschutzrechtliche Untersuchungen durchgeführt. Darüber hinaus wurde das in Haufwerken gelagerte Material beprobt und abfallrechtlich eingestuft.

Auf Grundlage der abfallrechtlichen Einstufung sowie der Eingrenzung und Beurteilung von bodenschutzrechtlichen Belastungen im Bereich der Wohnbebauung wurde ein Sanierungskonzept erstellt und in Abstimmung mit dem Landratsamt Enzkreis umgesetzt.


Folgende Leistungen waren erforderlich:

  • Abgleich der Bestandsunterlagen mit sichtbarem Bestand
    (Gebäudesubstanz, Bodenplatten, Mauerwerk, Oberflächenversiegelung)
  • Gebäudebegehung und Erfassen angrenzender Nutzungen
  • Erstellung Schadstoffkataster und Aufstellung von Massenschätzung
  • Erstellung Rückbau- und Entsorgungskonzept, inkl. Maßnahmen zum Umgebungsschutz
    gegen Staub, Lärm und Erschütterungen
  • Erstellen Kostenschätzung
  • Erstellen ASi-Plan nach DGUV 101-004/TRGS 524 für Rückbau und Entsiegelungsarbeiten